Neuroradiologie – Spezialisierte Diagnostik von Gehirn und Nervensystem in Zürich
Die Neuroradiologie befasst sich mit der bildgebenden Diagnostik des Nervensystems: Gehirn, Rückenmark, Wirbelsäule, Hirnnerven und die Blutgefässe, die das Gehirn versorgen.
Bei INURAD in Zürich ist die Neuroradiologie einer der zentralen Schwerpunkte. Unser Team verfügt über langjährige, vertiefte Expertise – mit Fachärztinnen und Fachärzten, die den Schwerpunkttitel «Diagnostische Neuroradiologie» tragen und an international renommierten Kliniken ausgebildet wurden.
Unser neuroradiologisches Leistungsspektrum
Diagnostische Radiologie (MRI und CT)
Hochauflösendes MRI der Hirnnerven (z. B. bei Trigeminusneuralgie, Vestibularisschwannom)
Wirbelsäulen-MRI (HWS, BWS, LWS) mit Spinalkanal- und Myelonbeurteilung
CT-Angiographie bei Gefässfragestellungen (Stenosen, Aneurysmen)
Schädel- und Hirnparenchym-MRI mit hochauflösenden Sequenzen
Plexus-MRI (Plexus brachialis und lumbosacralis)
MR-Angiographie der Hirn- und Halsgefässe
Diffusionstensorbildgebung (DTI) und funktionelle Sequenzen
Plexus-MRI (Plexus brachialis und lumbosacralis)
MR-Spektroskopie und Perfusionsbildgebung
Nuklearmedizin
Hirn-PET (FDG-PET):
Darstellung des Glukosestoffwechsels im Gehirn. Eingesetzt bei Demenzabklärung (Unterscheidung Alzheimer-Demenz vs. frontotemporale Demenz vs. Lewy-Body-Demenz), Epilepsie-Fokussuche und Differenzierung von Tumorrezidiv vs. Strahlennekrose.
DaTScan (Dopamintransporter-Szintigraphie):
Beurteilung der Dopamintransporterdichte im Striatum. Eingesetzt bei Verdacht auf Parkinson-Syndrom zur Unterscheidung von essentiellem Tremor, bei medikamentös induziertem Parkinsonismus und bei Lewy-Body-Demenz.
Hirn-SPECT:
Ergänzende funktionelle Hirndiagnostik bei neurologischen Fragestellungen
FAQ – Häufige Fragen zur Neuroradiologie (primär für Zuweisende)
Entscheidend sind: klinische Fragestellung (z. B. Erstdiagnose vs. Verlaufskontrolle), Verdachtsdiagnose, relevante Vorbefunde und deren Datum sowie neurologische Ausfälle mit Zeitverlauf. Bei Fragen zur Kontrastmittelgabe helfen Angaben zu Nierenfunktion und Allergien. Je präziser die Fragestellung, desto gezielter können Sequenzauswahl und Schichtführung angepasst werden – eine Zuweisung mit «Kopfschmerzen, bitte MRI» führt zu einem Standardprotokoll, während «V. a. Sinusvenenthrombose bei postpartaler Patientin mit Stauungspapille» ein gezieltes Protokoll mit MR-Venographie auslöst.
Ja. Wir führen dynamische Kontrastmittel-Perfusion (DCE) und bei Bedarf DSC-Perfusionssequenzen durch. In Kombination mit Diffusion und konventioneller Kontrastmittel-Dynamik ermöglicht dies eine differenziertere Einschätzung der Gewebevitalität. Ergänzend kann ein Hirn-PET (FDG oder Aminosäure-PET, je nach Verfügbarkeit) zur weiteren Abklärung eingesetzt werden – die Kombination aus MRI-Perfusion und PET erhöht die diagnostische Sicherheit. Wir empfehlen, vorgängige Bildgebung mitzusenden.
Ja. Wir setzen hochauflösende 3D-Sequenzen (FIESTA und kontrastmittelverstärkte T1-Sequenzen) ein, die eine detaillierte Darstellung der Hirnnerven im Verlauf durch die basalen Zisternen ermöglichen. Bei Trigeminusneuralgie kann damit eine neurovaskuläre Kompression beurteilt werden, bei Fazialisparese eine entzündliche oder tumoröse Ursache.
MRI-Untersuchungen bei implantierten Neurostimulatoren sind grundsätzlich möglich, erfordern jedoch die Einhaltung herstellerspezifischer Bedingungen (SAR-Limits, Spulenwahl, Sequenzanpassung). Wir benötigen den Implantationsausweis mit genauer Produktbezeichnung und Seriennummer. Das Gerät muss vorgängig durch den behandelnden Neurologen oder die implantierende Klinik in den MRI-Modus versetzt werden.
Bei klinischem Verdacht terminieren wir bevorzugt – in der Regel am gleichen oder nächsten Werktag. Das Protokoll umfasst standardmässig eine MR-Venographie (2D-TOF oder kontrastmittelverstärkte MRV) zusätzlich zu den konventionellen Sequenzen. Bitte melden Sie dringliche Fälle telefonisch über das Zuweiser-Telefon +41 44 442 98 92 an.
Ja, erheblich. Unser MS-Protokoll umfasst neben axialem FLAIR auch eine sagittale FLAIR-Sequenz zur Darstellung periventrikulärer und juxtakortikaler Läsionen gemäss den aktuellen McDonald-Kriterien. Eine Miterfassung des zervikalen Myelons erfolgt bei Erstdiagnostik standardmässig und bei Verlaufskontrollen nach Absprache. Bei Erstmanifestation wird Kontrastmittel appliziert, um zeitliche Dissemination zu dokumentieren.
Ja. Wir führen MS-Verlaufskontrollen mit systematischem Vergleich durch, sofern die Voraufnahmen digital vorliegen. Der Befund dokumentiert neue oder grössenprogrediente Läsionen und deren Lokalisation. Wir empfehlen, Verlaufskontrollen nach Möglichkeit am gleichen Gerät durchführen zu lassen.
Ja. Wir verwenden dedizierte Oberflächenspulen und angepasste Sequenzprotokolle (koronale STIR, axiale T1/T2) für die Darstellung des Plexus brachialis bzw. lumbosacralis. Die Untersuchung erlaubt die Beurteilung von traumatischen Avulsionen, Tumoren, entzündlichen Veränderungen und Kompressionssyndromen.
Ein Hirn-MRI zeigt strukturelle Veränderungen (Atrophiemuster, vaskuläre Läsionen, Raumforderungen) und ist die Erstlinien-Bildgebung bei Demenz. Ein Hirn-PET (FDG) ist zusätzlich indiziert, wenn das MRI unauffällig oder uneindeutig ist, wenn eine Differenzierung zwischen Alzheimer-Demenz, frontotemporaler Demenz und Lewy-Body-Demenz klinisch nicht sicher möglich ist, oder bei jungen Patienten mit atypischer Präsentation. Das PET zeigt charakteristische Hypometabolismus-Muster, die eine differenzialdiagnostische Zuordnung erlauben.
Ein DaTScan ist indiziert bei klinisch unklarem Tremor (Unterscheidung essentieller Tremor vs. Parkinson-Syndrom), bei Verdacht auf medikamentös induzierten Parkinsonismus (normale DaTScan bei medikamentöser Ursache) und bei Differenzierung Lewy-Body-Demenz vs. Alzheimer-Demenz. Wir benötigen Angaben zur aktuellen Medikation (insbesondere SSRI, Amphetamine, Methylphenidat – diese können den DaTScan beeinflussen und müssen ggf. pausiert werden), zum klinischen Befund und zur Seitenbetonung der Symptomatik.
Ja. Wir bieten gezielte Protokolle mit hochauflösenden T2-gewichteten 3D-Sequenzen (FIESTA) für den N. vestibulocochlearis im Meatus acusticus internus sowie kontrastmittelverstärkten T1-Sequenzen zum Ausschluss eines Vestibularisschwannoms. Bei Hörsturz kann zusätzlich ein intralabyrinthäres Enhancement beurteilt werden.
Funktionelle Aufnahmen in Flexion und Extension werden als konventionelle Röntgenuntersuchung durchgeführt und sind v. a. bei der Beurteilung einer segmentalen Instabilität etabliert. MRI-Untersuchungen der Wirbelsäule erfolgen in Rückenlage; eine dynamische MRI-Bildgebung in aufrechter Position bieten wir aktuell nicht an. Bei klinischem Verdacht auf eine dynamische Stenose empfehlen wir ergänzend funktionelle Röntgenaufnahmen.