PET/CT – Positronenemissionstomographie in Zürich
Die PET/CT (Positronenemissionstomographie/Computertomographie) ist eines der fortschrittlichsten bildgebenden Verfahren der modernen Medizin. Sie kombiniert zwei Technologien in einer einzigen Untersuchung: Das PET zeigt, wie Gewebe und Organe im Körper arbeiten – insbesondere wo ein erhöhter Stoffwechsel stattfindet. Das CT liefert gleichzeitig detaillierte anatomische Bilder. Zusammen ergibt sich ein Bild, das sowohl die Funktion als auch die genaue Lage von Veränderungen zeigt.
Bei INURAD in Zürich steht Ihnen ein hochauflösendes PET/CT der neuesten Generation zur Verfügung. Es wird von unseren Fachärztinnen und Fachärzten für Nuklearmedizin betrieben und befundet, die über eine ausgewiesene Expertise in der Hybridbildgebung verfügen.
Wie funktioniert PET/CT?
Vor der Untersuchung erhalten Sie eine geringe Menge eines schwach radioaktiven Medikaments (Tracer) über eine Armvene gespritzt. Der häufigste Tracer ist FDG (Fluordesoxyglukose) – eine Art Zucker, der sich in Zellen mit hohem Stoffwechsel anreichert, zum Beispiel in Tumorzellen, Entzündungsherden oder aktivem Hirngewebe.
Nach der Injektion liegt eine Wartezeit von etwa 60 Minuten, in der sich der Tracer im Körper verteilt. In dieser Zeit liegen Sie ruhig in einem abgedunkelten, warmen Raum. Danach erfolgt der eigentliche Scan: Sie liegen auf einer Liege, die langsam durch den ringförmigen Scanner gleitet. Der Scan selbst dauert etwa 15 bis 30 Minuten.
Wie lange dauert ein PET/CT insgesamt?
Planen Sie für eine PET/CT-Untersuchung insgesamt 2 bis 3 Stunden ein, inklusive Anmeldung, Tracer-Injektion, Wartezeit und Scan. Die reine Scanzeit beträgt nur etwa 15 bis 30 Minuten.
Wofür wird PET/CT eingesetzt?
Das PET/CT wird bei INURAD für ein breites Spektrum medizinischer Fragestellungen eingesetzt:
Welche Tracer werden bei INURAD eingesetzt?
INURAD führt PET/CT-Untersuchungen standardmässig mit 18F-FDG (Fluordesoxyglukose) durch – dem weltweit am häufigsten eingesetzten PET-Tracer. FDG reichert sich in Geweben mit erhöhtem Glukosestoffwechsel an und eignet sich daher besonders für onkologische, entzündliche und neurologische Fragestellungen. Weitere Tracer sind je nach klinischer Indikation und Verfügbarkeit möglich – bitte kontaktieren Sie uns für eine Vorabklärung.
Vorbereitung auf Ihre PET/CT-Untersuchung
- Nüchternheit: Mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung nichts essen. Wasser und ungesüsster Tee sind erlaubt.
- Kein intensiver Sport am Tag vor und am Tag der Untersuchung – körperliche Aktivität erhöht den Muskelstoffwechsel und kann die Bildqualität beeinträchtigen.
- Diabetes: Falls Sie Diabetes haben, informieren Sie uns bei der Anmeldung. Der Blutzuckerspiegel muss unter einem bestimmten Grenzwert liegen, damit der FDG-Tracer aussagekräftige Ergebnisse liefert.
- Medikamente: Nehmen Sie Ihre üblichen Medikamente wie gewohnt ein (ausser wenn wir Sie anders instruieren).
- Bequeme, warme Kleidung: Tragen Sie warme Kleidung ohne Metallteile. Frieren aktiviert den Fettstoffwechsel und kann die Bildqualität beeinflussen.
- Bitte bringen Sie Ihre Krankenkassenkarte und die ärztliche Zuweisung mit.
FAQ – Häufige Fragen zur PET/CT-Untersuchung
Nein. Die Strahlenbelastung eines PET/CT ist vergleichbar mit einer diagnostischen CT-Untersuchung. Der verwendete Tracer ist schwach radioaktiv und wird innerhalb weniger Stunden vom Körper abgebaut und über die Nieren ausgeschieden. Die medizinisch notwendige PET/CT-Untersuchung ist nach heutigem Wissensstand sehr sicher.
Nach der Untersuchung ist noch eine geringe Restaktivität im Körper vorhanden, die innerhalb von Stunden abklingt. Als Vorsichtsmassnahme empfehlen wir, am Tag der Untersuchung für etwa 12 Stunden (oder den restlichen Tag) längeren, engen Kontakt zu Schwangeren und Kleinkindern zu vermeiden. Im Alltag (Arbeit, öffentliche Verkehrsmittel) sind keine besonderen Vorsichtsmassnahmen nötig.
Nein. Die einzige körperliche Empfindung ist der Nadelstich bei der Tracer-Injektion. Der Scan selbst ist schmerzlos. Einige Patientinnen und Patienten empfinden ein leichtes Wärmegefühl nach der Injektion – das ist harmlos und vorübergehend.
Ein CT zeigt die Anatomie – die Form und Struktur von Organen, Knochen und Gewebe. Ein PET/CT zeigt zusätzlich den Stoffwechsel: Wo verbrauchen Zellen besonders viel Energie? Das ist entscheidend für die Krebsdiagnostik, weil Tumorzellen typischerweise einen erhöhten Zuckerstoffwechsel haben und sich damit vom gesunden Gewebe abheben.
Ja. Mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung sollten Sie nichts essen. Wasser und ungesüsster Tee sind erlaubt. Der Grund: Wenn der Blutzucker erhöht ist, konkurriert die körpereigene Glukose mit dem FDG-Tracer, und die Bildqualität wird eingeschränkt.
Ja, aber mit besonderer Vorbereitung. Der Blutzuckerspiegel muss zum Zeitpunkt der Untersuchung unter 200 mg/dl (11 mmol/l) liegen – idealerweise deutlich darunter. Wir besprechen mit Ihnen und Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wie die Diabetesmedikation am Untersuchungstag angepasst werden sollte.
So oft es medizinisch sinnvoll ist. Es gibt keine feste Obergrenze. In der Onkologie werden PET/CT-Untersuchungen häufig in Abständen von 3 bis 6 Monaten zur Therapiekontrolle durchgeführt. Die Entscheidung über die Häufigkeit trifft Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt.
Ja, bei medizinisch begründeter Indikation und ärztlicher Zuweisung werden die Kosten in der Regel von der obligatorischen Grundversicherung (KVG) übernommen. Die Kostenübernahme ist an definierte Indikationen gebunden. Wir beraten Sie gerne.
Ja. PET/CT wird neben der Krebsdiagnostik auch für Entzündungssuche (z. B. Fieber unklarer Genese, Vaskulitis, Protheseninfektion), neurologische Fragestellungen (Demenzabklärung, Epilepsie-Fokussuche) und kardiologische Abklärungen (Myokardvitalität) eingesetzt.