Kardiovaskulär – Herz, Gefässe und Aorta in Zürich
Erkrankungen des Herzens und der Gefässe gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Eine präzise, nicht-invasive Diagnostik – und bei Bedarf eine gezielte, minimalinvasive Therapie – kann Leben retten.
Bei INURAD in Zürich vereint der kardiovaskuläre Schwerpunkt alle drei Disziplinen. Dieser integrierte Ansatz ermöglicht den gesamten Patientenpfad an einem Standort: von der Risikoabschätzung (Calcium-Scoring) über die Diagnostik (Herz-MRI, CT-Angiographie, Myokardszintigraphie) bis zur Therapie (Gefässintervention).
Unser kardiovaskuläres Leistungsspektrum
Herzbildgebung (Diagnostische Radiologie)
Kardiale MRI (cMRI) mit Funktionsanalyse, Vitalitätsdiagnostik und Late Gadolinium Enhancement (LGE)
CT-Koronarangiographie (CTCA) zum Ausschluss einer koronaren Herzkrankheit
T1- und T2-Mapping zur Gewebecharakterisierung (Myokarditis, Speicherkrankheiten)
Calcium-Scoring (Agatston-Score) zur kardiovaskulären Risikostratifikation
Stress-Perfusion-MRI mit Adenosin zur Ischämiediagnostik
TAVI-Planung und Ablationsplanung
Herzbildgebung (Nuklearmedizin)
Myokardperfusionsszintigraphie (MPI) mit SPECT/CT – Beurteilung der Herzmuskeldurchblutung unter Belastung und in Ruhe. Ergometrische oder pharmakologische Belastung
Myokardvitalitäts-PET – Beurteilung, ob minderdurchbluteter Herzmuskel noch lebensfähig ist (Hibernating Myocardium). Entscheidungsgrundlage für Revaskularisation
Gefäss- und Aortadiagnostik
MR-Angiographie der Hirn- und Halsgefässe (Carotiden, Vertebralarterien)
CT- und MR-Angiographie der peripheren Arterien (Becken, Beine)
CT-Angiographie der Aorta (thorakal und abdominal) – Aneurysma, Dissektion, Verlaufskontrolle
Doppler-Sonographie der Halsgefässe und Beinvenen/-arterien
CT-Angiographie der Pulmonalarterien bei Verdacht auf Lungenembolie
Lungenszintigraphie bei Lungenembolieverdacht (Alternative zur CT bei KM-Kontraindikation)
Gefässinterventionen (IRZ – Interventionelle Radiologie Zürich)
Bei INURAD werden Gefässinterventionen von den Spezialisten der IRZ durchgeführt. Das Spektrum umfasst:
PTA (perkutane transluminale Angioplastie) und Stenting peripherer Arterien bei pAVK
EVAR (endovaskuläre Aortenstent-Implantation) bei Bauchaortenaneurysma
TEVAR (thorakale endovaskuläre Aortenreparatur) bei thorakalem Aortenaneurysma
Kathetergesteuerte Thrombektomie bei akuter Thrombose
Lithotripsie bei ausgeprägten Verkalkungen
Krampfaderbehandlung (endovenöse Ablation)
FAQ – Häufige Fragen zum kardiovaskulären Schwerpunkt (primär für Zuweisende)
Nüchternheit wird bei Stress-Perfusionsuntersuchungen mit Adenosin empfohlen (mindestens 4 Stunden). Koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Tee, Cola, Energy Drinks) und Theophyllin müssen 24 Stunden vorher pausiert werden, da sie den Adenosineffekt antagonisieren. Betablocker müssen in der Regel nicht pausiert werden. Der Patient sollte in der Lage sein, für ca. 10–15 Sekunden den Atem anzuhalten – wir instruieren dies vor Ort.
Das Herz-MRI ist die Methode der Wahl bei Gewebecharakterisierung (Myokarditis, Kardiomyopathien, Speicherkrankheiten, Myokardfibrose), Vitalitätsdiagnostik und Volumetrie. Das Herz-CT ist überlegen beim Ausschluss einer KHK bei intermediärer Vortestwahrscheinlichkeit (CT-Koronarangiographie), beim Calcium-Scoring und bei der Planung von Klappeninterventionen (z. B. TAVI). Bei Patienten mit Stentimplantation oder hoptimalen Modalitätenwahl.
Für optimale Bildqualität ist eine Herzfrequenz unter 65/min wünschenswert. Falls die Ruhefrequenz höher liegt, verabreichen wir bei fehlenden Kontraindikationen kurz vor der Untersuchung einen oralen oder intravenösen Betablocker. Bitte geben Sie auf der Zuweisung an, ob der Patient bereits einen Betablocker einnimmt und ob Kontraindikationen bestehen (z. B. Asthma bronchiale, AV-Block > I°, dekompensierte Herzinsuffizienz).
Ja. Das Calcium-Scoring (Agatston-Score) kann als eigenständige Niedrigdosis-CT ohne Kontrastmittel zugewiesen werden. Die Scanzeit beträgt nur wenige Sekunden, es ist keine spezielle Vorbereitung erforderlich. Der Score dient der kardiovaskulären Risikostratifikation und kann insbesondere bei Patienten mit intermediärem Risikoprofil die Entscheidung über eine Statintherapie unterstützen.
Ja. Die Herz-MRI ist die Referenzbildgebung bei Myokarditisverdacht und wird nach den aktuellen Lake-Louise-Kriterien befundet. Das Protokoll umfasst T2-Mapping (Ödem), natives T1-Mapping, Late Gadolinium Enhancement (Nekrose/Fibrose) sowie T2-gewichtete Sequenzen. Für optimale diagnostische Aussagekraft sollte die Untersuchung idealerweise in der akuten oder subakuten Phase (1–3 Wochen nach Symptombeginn) durchgeführt werden.
Nach Platzierung eines venösen Zugangs und EKG-Monitoring wird Adenosin über 3–4 Minuten kontinuierlich i. v. infundiert. Unter maximaler Vasodilatation erfolgt die Erst-Pass-Perfusionsbildgebung mit Gadolinium. Typische Nebenwirkungen (Flush, Dyspnoe, thorakales Engegefühl) sind kurzzeitig und sistieren nach Infusionsende innerhalb von Sekunden. Kontraindikationen: Asthma bronchiale, AV-Block > I° ohne Schrittmacher, schwere COPD.
Ja. Verlaufskontrollen bei dilatativer, hypertropher oder anderer Kardiomyopathie gehören zu unserem Standardrepertoire. Die Untersuchung umfasst Volumetrie beider Ventrikel, Quantifizierung der Ejektionsfraktion, Mapping-Sequenzen sowie Late Enhancement. Für einen aussagekräftigen Verlaufsvergleich bitten wir um Zusendung der Vorbilder und des Vorbefundes.
Beide Methoden beurteilen die Herzmuskeldurchblutung unter Belastung. Die MPI (SPECT/CT) ist die weltweit am breitesten validierte Methode zur Ischämiediagnostik. Sie eignet sich besonders bei Patienten mit MRI-Kontraindikationen (Schrittmacher, schwere Klaustrophobie), bei Patienten mit bekannter KHK zur Verlaufsbeurteilung und bei Patienten, die Atemanhaltemanöver nicht durchführen können. Das Stress-Herz-MRI bietet zusätzlich eine Gewebecharakterisierung und höhere Ortsauflösung. In vielen Fällen sind beide Methoden gleichwertig – wir beraten Sie gerne.
Die FDG-PET des Herzens ist indiziert, wenn bei einem Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie und hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion die Frage besteht, ob eine Revaskularisation (Bypass, PCI) sinnvoll ist. Das PET zeigt, ob minderdurchblutete Myokardareale noch metabolisch aktiv sind (Hibernating Myocardium). Diese Information ist entscheidend für die Therapieentscheidung. Das Herz-MRI mit Late Enhancement kann ergänzend die transmurale Narbenausdehnung beurteilen.
Die CT-Angiographie der Aorta ist indiziert bei Verdacht auf oder Verlaufskontrolle von Aortenaneurysma (thorakal und/oder abdominal), bei Verdacht auf Aortendissektion, zur Planung vor Aortenchirurgie oder endovaskulärem Stenting (EVAR/TEVAR), bei penetrierendem Aortenulkus, intramuralem Hämatom sowie bei Vaskulitis mit Aortenbeteiligung. Unser CT ermöglicht EKG-getriggerte Aufnahmen für eine bewegungsartefaktfreie Darstellung der Aortenwurzel.
Ja. Die Lungenszintigraphie ist die etablierte Alternative zur CT-Angiographie bei Kontrastmittelallergie, Niereninsuffizienz oder Schwangerschaft. Sie beurteilt die Lungendurchblutung mittels Perfusionsszintigraphie. Bei INURAD führen wir eine Perfusions-SPECT/CT durch, die eine höhere Sensitivität und Spezifität bietet als die konventionelle Planarszintigraphie.
EVAR ist besonders geeignet für Patienten mit infrarenalen Bauchaortenaneurysmen ≥ 5,5 cm (bzw. ≥ 5,0 cm bei Frauen) und geeigneter Aortenanatomie (ausreichende Landezonen, akzeptable Angulationen). Vorteile gegenüber der offenen OP: geringere perioperative Morbidität, kürzerer Spitalaufenthalt, schnellere Erholung. Voraussetzung ist eine detaillierte CT-Angiographie zur Planung. Die Intervention wird bei INURAD durch die IRZ-Spezialisten durchgeführt – die CT-Planung und alle Verlaufskontrollen erfolgen durch unser Radiologie-Team.
Ja, genau das ist der Vorteil der integrierten Struktur bei INURAD. Die CT-Angiographie der Becken-Bein-Arterien inklusive 3D-Rekonstruktionen wird durch unsere Radiologen erstellt und beurteilt. Bei Indikation zur Revaskularisation kann anschliessend eine PTA (Ballondilatation) mit oder ohne Stent durch die IRZ-Interventionalisten am gleichen Standort durchgeführt werden – koordiniert, ohne Umwege.