Onkologie – Tumordiagnostik, PET/CT-Staging und interventionelle Therapie in Zürich

Onkologie

Bei einer Krebserkrankung ist präzise Bildgebung die Grundlage jeder Therapieentscheidung – und in zunehmendem Masse können bestimmte Tumoren auch direkt durch bildgesteuerte, minimalinvasive Verfahren behandelt werden.

Bei INURAD in Zürich vereint der onkologische Schwerpunkt alle drei Diszipline. Dieser integrierte Ansatz deckt den gesamten onkologischen Pfad ab: Erstdiagnose, Staging, Therapiemonitoring, Nachsorge und – bei geeigneten Tumoren – minimalinvasive Therapie.

Unser onkologisches Leistungsspektrum

Diagnostische Radiologie

MRI und CT für Staging, Restaging und Therapiemonitoring aller Tumorentitäten

Strukturierte Beurteilung nach RECIST 1.1, iRECIST und mRECIST

Diffusionsgewichtetes MRI (DWI) zur Tumordetektion und Aktivitätsbeurteilung

MRI und CT für Staging, Restaging und Therapiemonitoring aller Tumorentitäten

Strukturierte Beurteilung nach RECIST 1.1, iRECIST und mRECIST

Diffusionsgewichtetes MRI (DWI) zur Tumordetektion und Aktivitätsbeurteilung

Nuklearmedizin

PET/CT mit FDG:
Ganzkörper-Staging bei Lymphomen, Lungenkarzinomen, Kolorektalkarzinomen, Melanomen, Kopf-Hals-Tumoren und vielen weiteren Entitäten. Restaging und Therapiemonitoring. Suche nach dem Primärtumor bei CUP-Syndrom.

Knochenszintigraphie:
Suche nach Knochenmetastasen, insbesondere bei Mamma- und Prostatakarzinom

Sentinel-Lymphknoten-Szintigraphie:
Markierung des Wächterlymphknotens vor operativer Entfernung bei Mammakarzinom und Melanom

Interventionelle Onkologie

Bei geeigneten Tumoren können die Spezialisten der IRZ minimalinvasive, bildgesteuerte Therapien durchführen – als eigenständige Behandlung oder ergänzend zu Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung:

Thermoablation:
Gezielte Zerstörung von Tumoren durch Hitze (Radiofrequenz, Mikrowelle) oder Kälte (Kryoablation) – z. B. bei Lebermetastasen, Nierenzellkarzinomen, Lungenherden

TACE (Transarterielle Chemoembolisation):
Lokale Chemotherapie direkt in die Tumorblutgefässe der Leber, kombiniert mit Gefässverschluss

TARE (Transarterielle Radioembolisation / SIRT):
Interne Strahlentherapie der Leber mit radioaktiven Mikrosphären

HAIC (Hepatische arterielle Infusionschemotherapie):
Direkte Chemotherapie in die Leberarterie

Zementoplastie:
Stabilisierung von durch Metastasen geschwächten Knochen

Irreversible Elektroporation (IRE):
Für Tumoren in der Nähe empfindlicher Strukturen

FAQ – Häufige Fragen zum onkologischen Schwerpunkt (primär für Zuweisende)

Ja. Staging- und Restaging-Untersuchungen werden nach RECIST 1.1 befundet, inklusive Vermessung der Target-Läsionen, Dokumentation der Non-Target-Läsionen und Beurteilung neuer Läsionen. Damit ist eine standardisierte Therapie-Response-Beurteilung (CR, PR, SD, PD) gewährleistet. Bitte geben Sie bei Therapiemonitoring das Therapieregime und das Datum der letzten Verlaufsbildgebung an.

Ein PET/CT ist dem alleinigen CT-Staging überlegen bei Lymphomen (Staging und Therapieansprechen nach Deauville-Kriterien), bei Lungenkarzinomen (Mediastinal-Staging, Fernmetastasen), bei Kolorektalkarzinomen (insbes. Restaging und Rezidivdiagnostik), bei CUP-Syndrom (Primärtumorsuche), bei Melanomen (ab Stadium IIC) und bei Fieber/Entzündung unklarer Genese. Für einzelne Organe (z. B. Leber) ist das MRI mit Primovist dem PET/CT in der Detektion kleiner Metastasen überlegen – idealerweise werden beide Methoden komplementär eingesetzt.

Ja. Der systematische Vergleich mit der Voraufnahme gehört bei uns zum Standard. Target-Läsionen werden in jeder Untersuchung gemessen und die Summe der Durchmesser mit dem Vorbefund verglichen. Voraussetzung: Die Vorbilder müssen uns digital vorliegen. Bei externen Voraufnahmen bitten wir um frühzeitige Zusendung.

MRI bietet einen höheren Weichteilkontrast und ist überlegen bei Lebermetastasen (insbesondere mit Primovist), bei der lokalen Ausbreitungsdiagnostik von Rektum- und Zervixkarzinomen, beim Staging von Hirntumoren und -metastasen sowie bei der Beurteilung von Knochenmarksinfiltrationen. CT bleibt die Standardmodalität für Thorax-Staging und Lungenmetastasen.

Primovist (Gadoxetat-Dinatrium) wird bei INURAD gezielt für die Leberbildgebung bei onkologischen Fragestellungen eingesetzt – insbesondere zur Detektion und Charakterisierung von Lebermetastasen (v. a. kolorektale Metastasen) und zur Differenzierung von Leberherden (FNH vs. Adenom). Die hepatobiliäre Phase bietet eine deutlich höhere Sensitivität für kleine Läsionen.

Ja. Wir führen CT-gestützte Biopsien von pulmonalen Rundherden, Leber-, Lymphknoten- und muskuloskelettalen Läsionen durch. Bitte geben Sie auf der Zuweisung die Zielläsion, Gerinnungsparameter und Antikoagulation an. Die histologische Aufarbeitung erfolgt durch das von Ihnen gewünschte Pathologieinstitut. Standardmässig arbeiten wir mit der Pathologie Medica zusammen.

Die interventionelle Onkologie bildet zunehmend die «vierte Säule» der Krebstherapie neben Chirurgie, Systemtherapie und Bestrahlung. Indikationen umfassen: Lebermetastasen (kolorektal, neuroendokrin), hepatozelluläres Karzinom (HCC), Nierenzellkarzinome < 4 cm (als Alternative zur partiellen Nephrektomie), Lungenherde < 3 cm bei Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion, und Knochenmetastasen mit Frakturgefährdung (Zementoplastie). Die Indikation wird idealerweise im interdisziplinären Tumorboard gestellt. Die IRZ-Spezialisten beraten Sie gerne.

Die Knochenszintigraphie ist die kostengünstigste und am breitesten verfügbare Methode zum Screening auf Knochenmetastasen – besonders bei Mamma- und Prostatakarzinom. Das Ganzkörper-MRI ist sensitiver für Knochenmarksinfiltration (z. B. bei Multiplem Myelom) und vermeidet ionisierende Strahlung. Bei jungen Patienten, bei Multiplem Myelom oder wenn eine Ganzkörperbeurteilung inklusive Weichteilen gewünscht ist, bevorzugen wir das MRI. Beide Untersuchungen sind bei INURAD verfügbar.

Bei eGFR 30–44 ml/min ist eine CT mit jodhaltigem Kontrastmittel in der Regel problemlos möglich. Gadoliniumbasierte Kontrastmittel der Gruppe II (makrozyklisch) können auch bei eingeschränkter GFR eingesetzt werden. Bei eGFR < 30 ml/min wird die Kontrastmittelgabe individuell nach Risiko-Nutzen-Abwägung entschieden. Ein PET/CT kann als Alternative für Staging-Fragen eingesetzt werden, da der FDG-Tracer die Nieren nicht belastet. Bitte übermitteln Sie einen aktuellen Kreatinin-/GFR-Wert.