Urogenital – Prostata, Nieren, Becken und minimalinvasive Therapie in Zürich

Urogenital

Erkrankungen der Prostata, der Nieren, der Harnwege und der Beckenorgane betreffen Millionen von Menschen – und eine präzise Bildgebung ist in vielen Fällen der entscheidende Schritt zwischen Unsicherheit und Klarheit. Das gilt für den Mann mit erhöhtem PSA-Wert ebenso wie für die Frau mit unklaren Unterbauchschmerzen bei Verdacht auf Endometriose.

Bei INURAD in Zürich vereint der urogenitale Schwerpunkt alle drei Disziplinen zu einem lückenlosen Abklärungspfad. Dieser integrierte Ansatz bedeutet: Von der Erstabklärung eines erhöhten PSA-Werts (Prostata-MRI) über die präoperative Funktionsprüfung der Nieren (Nierenszintigraphie) bis zur minimalinvasiven Therapie eines Prostata- oder Gebärmutterleidens (Embolisation) – alles geschieht an einem Standort, koordiniert und ohne Doppeluntersuchungen.

Unser onkologisches Leistungsspektrum

Diagnostische Radiologie

Multiparametrisches Prostata-MRI (mpMRI) mit PI-RADS-Befundung

MRI der Harnblase (lokales Staging bei Blasenkarzinom)

CT-Urographie bei unklarer Hämaturie und Harnleitersteinen

MRI der Nieren und Nebennieren (Tumordifferenzierung, Nierenzysten nach Bosniak 2019

MRI des weiblichen Beckens: dediziertes Endometriose-Protokoll (TIE, Rektum, Blase, Ligg. sacrouterinae), Uterus myomatosus, Ovarialtumoren, Pelvic Congestion)

MR-Urographie als strahlungsfreie Alternative (junge Patienten, Schwangere, Niereninsuffizienz)

Low-Dose-CT bei Nierenkoliken (Steinlokalisation, Steingrösse, Begleitbefunde)

Ultraschall und Doppler-Sonographie bei Hodenpathologien und Varikozele

Ultraschall der Nieren, ableitenden Harnwege und Harnblase (inkl. Restharnbestimmung)

Nuklearmedizin

Nierenszintigraphie (MAG3):
Seitengetrennte Nierenfunktionsbestimmung und Harnabflussbeurteilung – vor Nephrektomie/Teilnephrektomie, bei Harnleiterverengung, bei Nierenbeckenabgangsstenose (insbes. pädiatrisch)

Captopril-Szintigraphie:
Funktionelle Abklärung bei Verdacht auf renovaskuläre Hypertonie (Nierenarterienstenose)

PET/CT:
Staging und Restaging bei Nierenzellkarzinom, Hodentumoren und gynäkologischen Tumoren

Interventionelle Radiologie

Prostata-Embolisation (PAE):
Minimalinvasive Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) – ambulant, in Lokalanästhesie, ohne Vollnarkose

Varikozelen-Embolisation:
Verschluss der erweiterten V. spermatica bei symptomatischer Varikozele oder Subfertilität

Nierentumorablation:
Thermoablation kleiner Nierenzellkarzinome (< 4 cm, T1a) als Alternative zur partiellen Nephrektomie

Myom-Embolisation (UAE):
Gezielte Embolisation der Uterusarterien bei symptomatischem Uterus myomatosus – uteruserhaltend, ambulant oder stationär

Ovarialvenenembolisation:
Verschluss insuffizienter Ovarialvenen bei Beckenvenensyndrom (Pelvic Congestion Syndrome) – einer häufig unterdiagnostizierten Ursache chronischer Unterbauchschmerzen bei Frauen

Kryoablation bei Bauchwandendometriose:
Bildgesteuerte Vereisung von Endometrioseherden in der Bauchdecke (z. B. im Bereich von Sectio-Narben) – minimalinvasive Alternative zur chirurgischen Exzision

FAQ – Häufige Fragen zum urogenitalen Schwerpunkt (primär für Zuweisende)

Ja. Alle multiparametrischen Prostata-MRI-Untersuchungen werden nach dem aktuellen PI-RADS-Standard befundet. Der Befund enthält eine systematische Beschreibung aller auffälligen Läsionen mit PI-RADS-Kategorie, Lokalisation im Sektorschema und Grössenangabe. Bei PI-RADS 4 und 5 empfehlen wir eine gezielte Biopsie und geben die Läsionslokalisation für die MRI-Fusionsbiopsie an.

Die aktuelle Evidenz und die europäischen Leitlinien (EAU) empfehlen, das mpMRI vor der Biopsie durchzuführen. Postbioptische Einblutungen können die Beurteilbarkeit relevant einschränken. Falls bereits biopsiert wurde, empfehlen wir ein Intervall von mindestens 6–8 Wochen vor dem MRI

Wir setzen das GE SIGNA Sprint Elite mit Hochleistungsgradienten ein. Dieses System ermöglicht eine besonders hohe räumliche Auflösung, was insbesondere für die T2-gewichtete Bildgebung und die Diffusionssequenzen (ADC-Maps) in der peripheren Zone entscheidend ist. Eine Endorektalspule ist nicht erforderlich.

Ja. Wir bieten ein dediziertes Endometriose-Protokoll an, das die Beurteilung von Ovarial-Endometriomen, tief-infiltrierender Endometriose (TIE) und der Beteiligung von Rektum, Blase, Ligg. sacrouterinae und Septum rectovaginale umfasst. Buscopan i. v. wird zur Reduktion der Darmperistaltik verabreicht.

Die Nierenszintigraphie ist die Methode der Wahl, wenn die seitengetrennte Nierenfunktion quantifiziert werden soll – z. B. vor einer geplanten Nephrektomie oder Teilnephrektomie, bei Harnleiterverengung zur Beurteilung der Abflussverzögerung, bei Kindern mit Nierenbeckenabgangsstenose (funktionelle Relevanz) und bei Verdacht auf Nierenarterienstenose (Captopril-Szintigraphie). Die CT-/MR-Urographie zeigt die Anatomie; die Szintigraphie zeigt die Funktion. Beide Methoden sind komplementär.

Die PAE ist besonders geeignet für Patienten mit symptomatischer BPH (IPSS > 13), die auf medikamentöse Therapie nicht ausreichend ansprechen und eine TURP oder offene Operation vermeiden möchten. Die PAE ist oftmals ambulant durchführbar, erfolgt in Lokalanästhesie und hat ein günstiges Nebenwirkungsprofil (insbes. geringes Risiko für retrograde Ejakulation und Inkontinenz im Vergleich zur TURP). Voraussetzung: MRI-Volumetrie der Prostata zur Interventionsplanung. Ideale Prostatagrösse: 40–200 ml. → irz.ch

Die UAE ist eine etablierte Alternative zur chirurgischen Myomentfernung und zur Hysterektomie. Sie eignet sich besonders bei multiplen Myomen, bei Wunsch nach Uteruserhaltung, bei Patientinnen mit hohem operativem Risiko und bei Frauen, die eine schnelle Erholung wünschen (Rückkehr zur Arbeit nach ca. 1 Woche). → irz.ch/WOMEN’S HEALTH

Nierenzysten werden nach der aktuellen Bosniak-Klassifikation beurteilt. Einfache Zysten (Bosniak I) bedürfen keiner Nachkontrolle. Ab Bosniak IIF empfehlen wir eine bildgebende Verlaufskontrolle, ab Bosniak III/IV eine urologische Abklärung.

Die CT-Urographie ist die Methode der Wahl bei akuter Hämaturie und Verdacht auf Urolithiasis. Die MR-Urographie ist bevorzugt bei jüngeren Patienten, Schwangeren und bei Kontraindikationen für jodhaltiges Kontrastmittel.