Szintigraphie & SPECT/CT – Funktionelle Bildgebung in Zürich
Die Szintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, bei dem eine geringe Menge eines schwach radioaktiven Medikaments (Tracer) verabreicht wird – je nach Untersuchung als Spritze, Kapsel oder über eine Infusion. Der Tracer reichert sich gezielt in dem Organ an, das untersucht werden soll, und sendet schwache Strahlung aus, die von einer speziellen Kamera (Gammakamera) aufgezeichnet wird. So entsteht ein Bild, das zeigt, wie das Organ funktioniert – nicht nur wie es aussieht.
Die SPECT/CT (Single-Photon-Emissionscomputertomographie) ist eine Weiterentwicklung der Szintigraphie. Sie kombiniert die funktionelle Szintigraphie mit einem CT-Bild und ermöglicht dadurch eine dreidimensionale, anatomisch exakte Zuordnung der Befunde.
Bei INURAD in Zürich stehen ein hochauflösendes SPECT/CT und eine moderne Gammakamera zur Verfügung, die von unseren Fachärztinnen und Fachärzten für Nuklearmedizin betrieben und befundet werden.
Wie läuft eine Szintigraphie ab?
Der genaue Ablauf hängt von der Art der Untersuchung ab. In der Regel erhalten Sie zunächst den Tracer – meistens als Injektion in eine Armvene. Danach folgt eine Wartezeit, in der sich der Tracer im Zielorgan anreichert. Diese Wartezeit kann je nach Untersuchung zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden betragen. Anschliessend werden die Aufnahmen mit der Gammakamera erstellt, was je nach Untersuchung 15 bis 45 Minuten dauert.
Unsere szintigraphischen Untersuchungen im Überblick
FAQ – Häufige Fragen zur Szintigraphie
Die Strahlenbelastung bei einer Szintigraphie ist gering und medizinisch gut vertretbar. Der verwendete Tracer ist nur schwach radioaktiv und wird innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen vom Körper abgebaut. Die Strahlendosis einer Knochenszintigraphie ist beispielsweise vergleichbar mit der natürlichen Strahlung, der Sie im Lauf von etwa einem Jahr ohnehin ausgesetzt sind.
Die Radioaktivität im Körper klingt rasch ab. Bei den meisten Szintigraphien (Technetium-99m) beträgt die Halbwertszeit nur 6 Stunden – nach 24 Stunden ist die Restaktivität vernachlässigbar. Trinken Sie nach der Untersuchung ausreichend, um die Ausscheidung zu fördern.
Als Vorsichtsmassnahme empfehlen wir, am Tag der Untersuchung längeren, engen Kontakt (z. B. Kuscheln) mit Säuglingen und Kleinkindern zu vermeiden. Normaler Kontakt (gleicher Raum, kurzes Halten) ist in der Regel unproblematisch. Schwangere Angehörige sollten am Untersuchungstag keinen längeren, körpernahen Kontakt zu Ihnen haben.
Ja, in der Regel ist das Autofahren nach einer Szintigraphie ohne Einschränkung möglich. Ausnahme: Falls bei einer Belastungsuntersuchung (Herzszintigraphie) eine medikamentöse Belastung durchgeführt wird, können kurzfristig Schwindel oder Unwohlsein auftreten – wir empfehlen in diesem Fall, eine Begleitperson mitzubringen.
Das hängt von der Art der Untersuchung ab. Für eine Myokardperfusionsszintigraphie wird Nüchternheit empfohlen (4 Stunden). Für eine Knochenszintigraphie ist keine Nüchternheit erforderlich. Wir informieren Sie bei der Terminvereinbarung über die spezifische Vorbereitung.
In der Regel ja – bei Untersuchungen mit längerer Wartezeit (z. B. Knochenszintigraphie, DaTScan) dürfen Sie das Institut verlassen und zum vereinbarten Zeitpunkt zurückkehren. Bitte trinken Sie in der Wartezeit ausreichend Wasser.
Beide sind nuklearmedizinische Verfahren, die den Stoffwechsel sichtbar machen. Der Hauptunterschied liegt in der Technologie und den verwendeten Tracern. PET/CT arbeitet mit sogenannten Positronenstrahlern (z. B. FDG) und bietet eine höhere räumliche Auflösung – es wird vor allem in der Onkologie und Neurologie eingesetzt. SPECT/CT verwendet Gammastrahler (z. B. Technetium-99m) und wird häufig für Knochen-, Herz-, Nieren- und Lungenuntersuchungen eingesetzt. Welche Methode für Ihre Fragestellung die richtige ist, entscheidet Ihre zuweisende Ärztin oder Ihr zuweisender Arzt.