Muskuloskelettal – Gelenke, Wirbelsäule, Sportmedizin und Schmerztherapie in Zürich

Muskuloskelettal

Schmerzen im Knie, in der Schulter oder im Rücken gehören zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch. Ob Sportverletzung, Verschleiss oder entzündliche Erkrankung – eine präzise Bildgebung ist der Schlüssel zur richtigen Therapieentscheidung. Und immer häufiger kann die Therapie selbst bildgesteuert und minimalinvasiv erfolgen, ohne dass ein offener chirurgischer Eingriff nötig ist.

Bei INURAD in Zürich vereint der muskuloskelettale Schwerpunkt alle drei Disziplinen zu einem durchgängigen Versorgungspfad. Dieser integrierte Ansatz bedeutet: Von der MRI-Diagnostik eines Meniskusrisses über die Knochenszintigraphie bei unklaren Skelettschmerzen bis zur bildgesteuerten Schmerztherapie an der Wirbelsäule oder der Gelenkembolisation bei Arthrose – alles geschieht an einem Standort, abgestimmt und ohne Umwege.

Unser muskuloskelettales Leistungsspektrum

Diagnostische Radiologie

MRI aller Grossgelenke: Knie, Schulter, Hüfte, Sprunggelenk, Ellbogen, Handgelenk

MR-Arthrographie (direkte Arthrographie mit intraartikulärer Gadolinium-Injektion) für Schulter und Hüfte

Dedizierte Protokolle für Rheuma: Sakroiliakalgelenke, Hände, Füsse nach ASAS-Kriterien

MRI der Wirbelsäule: HWS, BWS, LWS mit Spinalkanal- und Myelonbeurteilung

Spezialsequenzen zur Metallartefakt-Reduktion (MAVRIC SL) bei Metallimplantaten

Weichteiltumordiagnostik

CT für Frakturdiagnostik und präoperative Planung

Röntgen in allen Standardprojektionen inkl. Ganzbein und Ganzwirbelsäule

Ultraschall für Sehnen, Bursen und Gelenke

Nuklearmedizin

Knochenszintigraphie (Skelettszintigraphie):
Beurteilung des Knochenstoffwechsels im gesamten Skelett. Einsatzgebiete: Metastasensuche, Stressfrakturen (wenn im Röntgen noch nicht sichtbar), Lockerung von Gelenkprothesen, Entzündungen (Osteomyelitis), unklare Knochenschmerzen bei unauffälligem Röntgen. Die Knochenszintigraphie zeigt Veränderungen oft Wochen früher als das konventionelle Röntgen. → Mehr erfahren: Szintigraphie

Interventionelle Therapie (IRZ):

Gelenkembolisation:
Minimalinvasive Behandlung von chronischen Knie-, Schulter- oder Ellbogengelenkschmerzen bei Arthrose, wenn Physiotherapie und Medikamente nicht mehr ausreichen, eine Prothese aber noch nicht nötig oder gewünscht ist. Über einen kleinen Zugang in der Leistenarterie werden die entzündeten Gefässe im Gelenk gezielt verschlossen.
→ SCHMERZTHERAPIEN

ISG-Therapie:
Gezielte Behandlung des Iliosakralgelenks bei Kreuz- und Beckenschmerzen.

Zunächst erfolgt eine diagnostische und therapeutische Infiltration (Injektion von entzündungshemmenden Medikamenten). Beim Wiederholungsfall können die Nerven verödet werden, was den Schmerz wegnimmt.

 

Kyphoplastie / Vertebroplastie:
Stabilisierung von eingebrochenen Wirbelkörpern (z. B. bei Osteoporose oder Metastasen) durch Einspritzen von Knochenzement – unter Bildsteuerung, minimalinvasiv.

Periradikuläre Therapie (PRT):
CT-gesteuerte Injektion von entzündungshemmendem Medikament direkt an die betroffene Nervenwurzel – z. B. bei Bandscheibenvorfall mit Ischialgie.

FAQ – Häufige Fragen zum muskuloskelettalen Schwerpunkt (primär für Zuweisende)

Akute Sportverletzungen mit therapeutischer Konsequenz (z. B. V. a. VKB-Ruptur mit Kniegelenksblockade) terminieren wir bevorzugt – in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen. Bitte vermerken Sie die Dringlichkeit auf der Zuweisung oder melden Sie den Fall telefonisch an.

Ja. Wir führen direkte MR-Arthrographien mit intraartikulärer Gadolinium-Injektion durch – insbesondere an Schulter (V. a. Labrum-/SLAP-Läsion, Instabilität) und Hüfte (V. a. Labrumriss, FAI). Bitte vermerken Sie auf der Zuweisung, ob eine direkte Arthrographie gewünscht ist.

Ja. Unsere GE-Systeme verfügen über spezielle Sequenzen zur Metallartefakt-Reduktion (MAVRIC SL). Voraussetzung: Das Implantat muss als MRI-kompatibel klassifiziert sein. Bitte geben Sie den Implantattyp auf der Zuweisung an.

Ja. Für die Abklärung einer axialen Spondylarthropathie bieten wir ein dediziertes Sakroiliakalgelenk-Protokoll an (Beurteilung nach ASAS-Kriterien). Für die rheumatoide Arthritis stehen MRI-Protokolle der Hände, Handgelenke und Füsse zur Verfügung.

Das MRI ist die Methode der Wahl – es zeigt Knochenödeme und Frakturlinien bereits in einem frühen Stadium, wenn konventionelle Röntgenbilder noch unauffällig sind. Bei klinischem Verdacht empfehlen wir direkt eine MRI statt eines Röntgenbilds. Alternativ kann eine Knochenszintigraphie eingesetzt werden, die ebenfalls eine hohe Sensitivität für erhöhten Knochenstoffwechsel aufweist.

Die Knochenszintigraphie bietet einen Ganzkörperüberblick in einer einzigen Untersuchung – ideal bei multifokalen Beschwerden, unklaren Knochenschmerzen, Suche nach Prothesenlockerung (erhöhte Uptake-Muster) und Metastasenscreening. Das MRI ist überlegen bei fokalen Fragestellungen (ein bestimmtes Gelenk oder eine bestimmte Wirbelsäulenregion) und bei Weichteilpathologien. Beide Methoden sind bei INURAD verfügbar und können komplementär eingesetzt werden.

Ein MRI ist indiziert bei jeder unklaren Weichteilschwellung, die grösser als 5 cm ist, rasch wächst, tief zur Faszie liegt oder schmerzhaft ist. Bei Verdacht auf ein Sarkom empfehlen wir die MRI-Untersuchung vor einer Biopsie.

Die Gelenkembolisation (Genicular Artery Embolization) ist eine relativ neue, vielversprechende Therapieoption für Patienten mit symptomatischer Kniegelenksarthrose (Kellgren-Lawrence Grad II–III), die auf konservative Massnahmen nicht ausreichend ansprechen, aber noch keine Indikation für eine Knieprothese haben – oder eine solche ablehnen. Die Methode zielt auf die pathologische Neovaskularisation und assoziierte Entzündung in der Gelenkkapsel. Studien zeigen eine signifikante Schmerzreduktion bei 70–80 % der Patienten nach 12 Monaten. Die GAE wird auch an Schulter und Ellbogen zunehmend eingesetzt. → irz.ch/SCHMERZTHERAPIEN

Die PRT ist indiziert bei akuter Radikulopathie (z. B. durch Bandscheibenvorfall) mit therapieresistenten radikulären Schmerzen nach Ausschöpfung konservativer Massnahmen (Analgesie, Physiotherapie, mindestens 4–6 Wochen). Die CT-gesteuerte Injektion von Kortikosteroiden an die betroffene Nervenwurzel reduziert die lokale Entzündung und kann in vielen Fällen eine Operation vermeiden oder überbrücken. Kontraindikationen: Koagulopathie, lokale Infektion, Kaudasyndrom (Notfall → Chirurgie). → irz.ch/SCHMERZTHERAPIEN

Die Kyphoplastie ist indiziert bei schmerzhaften Wirbelkörperkompressionsfrakturen (osteoporotisch oder pathologisch/metastatisch), die auf konservative Therapie (Analgesie) nach 2–4 Wochen nicht ansprechen. Der Eingriff stabilisiert den Wirbel durch Einspritzen von Knochenzement und führt in der Regel zu einer raschen Schmerzreduktion. Bei frischen Frakturen (< 6 Wochen) ist die Erfolgsrate am höchsten. → irz.ch/SCHMERZTHERAPIEN

Ja. Postoperative MRI-Kontrollen gehören zu unserem Routine-Spektrum. Bitte geben Sie den OP-Typ, das Operationsdatum und den Implantattyp auf der Zuweisung an.